2. Was ein Systemprompt wirklich ist
Ein Systemprompt ist keine kreative Eingebung oder Wunschliste. Er ist ein Rahmen, der der KI Orientierung gibt.
Du erklärst der KI fünf Dinge:
Wer sie für dich ist
Beispiel: Du bist mein Marketing-Redakteur.
Wie sie denken soll
Beispiel: Du arbeitest strukturiert und prüfst deine Antworten.
Welche Regeln immer gelten
Beispiel: Keine vagen Aussagen. Immer ein Beispiel liefern.
Wie Qualität überprüft wird
Beispiel: Stelle fest, ob Informationen fehlen.
Wie sie mit Fehlern umgehen
Beispiel: Wenn du unsicher bist, frage nach.
Der Systemprompt ist damit das Betriebssystem deiner Zusammenarbeit. Je sauberer dieses Betriebssystem, desto besser wird jedes Gespräch.
3. Wichtige Fehlannahmen
Viele Selbstständige gehen mit falschen Vorstellungen über KI an den Start.
Hier die wichtigsten Irrtümer:
Systemprompts müssen kurz sein.
Kurze Prompts sind oft unpräzise. Wichtig ist Klarheit, nicht Kürze.
Die KI vergisst das sowieso.
KI arbeitet kontextbasiert. Wenn Regeln klar sind, bleiben sie aktiv.
Wenn der Output abweicht, war der Prompt schlecht.
Oft ist der Prompt gut – aber zu vieldeutig. KI entscheidet dann nach Wahrscheinlichkeiten.
User-Prompts sind wichtiger als Systemprompts.
Nein. Systemprompts sind die Grundlage. Userprompts sind nur einzelne Aufgaben.
Wenn du diese vier Irrtümer vermeidest, verbessert sich dein Output sofort – egal, welches KI-Modell du nutzt.
Damit du KI zuverlässig steuerst, musst du wissen, worauf Modelle besonders achten:
Rollen
Du bist mein Redakteur. Das prägt die gesamte Arbeitsweise.
Harte Regeln
Niemals …, Immer …, Du musst … Solche Formulierungen wirken wie Schienen.
Validierungsschritte
Prüfe vor jeder Antwort … Die KI führt solche Checks tatsächlich aus.
Klare Begriffe
Wenn du definierst, wie du etwas nennst, schreibt die KI stabiler.
Schritt-für-Schritt-Denken
Modelle funktionieren besser, wenn du ihnen eine Struktur gibst.
Negativbeispiele
So bitte nicht antworten. sehr wirksam.
Diese Prioritäten sorgen für Konsistenz – besonders wichtig für Solo-Unternehmer, die wiederkehrende Texte benötigen.
5. Die 9 Bausteine eines robusten Systemprompts
Hier ist dein leicht merkbares Modell:
Rolle: Wer ist die KI für dich?
Ziel: Was soll langfristig herauskommen?
Werte: Welche Prinzipien sind dir wichtig?
Stil: Wie soll die KI schreiben?
Struktur: Wie sollen Antworten aufgebaut sein?
Verbote: Was darf nie vorkommen?
Validierung: Wie prüft die KI ihre Antwort?
Fehlerkorrektur: Was macht die KI, wenn etwas fehlt?
Format: Wie sollen Ergebnisse aussehen?
6. Häufigste Fehler
Diese Fehler sehe ich ständig bei Solo-Unternehmern:
1. Vage Sprache
Sei hilfreich. Das ist nicht messbar.
2. Widersprüche im Prompt
Schreibe locker, aber hochprofessionell. Gegensätze verwirren KI.
3. Keine Prioritäten
Wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig.
4. Zu wenige Beispiele
Beispiele sind wie Orientierungspfeile. Ohne Beispiele läuft KI im Kreis.
5. Vermischte Rollen
Sei Coach, Texter und Verkäufer. KI driftet. Eine Rolle pro Kontext!
6. Begriffe wechseln
Erst Kunde, dann Klient. Solche Feinheiten führen zu Inkonsistenz.
Wenn du diese Fehler eliminierst, steigt die Qualität deiner KI-Ausgaben sofort.
7. Wie du deine Ausgabe konstant hältst
Konsistenz ist für Solounternehmer entscheidend – du willst:
- wiedererkennbare Posts
- gleichbleibende E-Mails
- stabile Angebote
- verlässliche Beratung
- uniformen Stil
So erreichst du das:
Stabile Rollen
Nutze eine feste KI-Identität, nicht jeden Tag eine neue.
Definierte Werte
Zum Beispiel: Klarheit vor Kreativität.
Genaue Stilregeln
Kurze Sätze? Direkte Sprache? Du entscheidest.
Validierung
Baue eine Prüfung ein (Ist die Antwort logisch?).
Beispiele verankern
So klingt guter Output. So bitte nicht.
Das ist wie ein KI-Markenhandbuch. Du brauchst es!